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Fachliche Abklärungsstelle beider Basel (FAS)

Die SVA BL hat von den beiden Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft den Auftrag erhalten, eine unabhängige fachliche Abklärungsstelle aufzubauen, welche die Bedarfsermittlungen im Rahmen der Behindertenhilfe durchführt.

Seit dem 1. Januar 2017 gilt in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft das gemeinsam ausgearbeitete Behindertenhilfegesetz (BHG). Dieses sieht vor, dass der individuelle Bedarf einer Person mit Behinderung, die Grundlage für den Bezug von Leistungen der Behindertenhilfe bilden soll. Es richtet sich an Personen, welche einen (behinderungsbedingten) Unterstützungsbedarf in den Bereichen Wohnen, Tagesstruktur und begleitete Arbeit haben. Die Individuelle Bedarfsermittlung wird mit den beiden Instrumenten IBBplus (Individueller Betreuungsbedarf) und IHP (Individueller Hilfeplan) durchgeführt. Die Wahl des jeweiligen Bedarfsermittlungsinstrumentes hängt von der Art des Leistungsbezuges ab und wird vom jeweiligen Wohnsitzkanton der Person mit Behinderung vorgegeben.

Bevor eine individuelle Bedarfsermittlung durchlaufen werden kann, muss beim zuständigen Amt eine Anmeldung zur individuellen Bedarfsermittlung eingereicht werden. Erst wenn die Person mit Behinderung durch das zuständige Amt zum Bedarfsermittlungsverfahren zugelassen wird und das ausgefüllte Formular (IHP oder Selbsteinschätzung IBB plus) bei der FAS eingegangen ist, kann die Überprüfung des individuellen Unterstützungsbedarfs durch die FAS erfolgen.

Die FAS ist für die Festlegung des individuellen Unterstützungsbedarfs zuständig und wird bei der Bedarfsermittlung mit dem Instrument IHP immer einbezogen, mit dem Instrument IBBplus nur dann, wenn die Person mit Behinderung eine Selbsteinschätzung ausgefüllt hat. Wenn die der FAS eingereichten Angaben für die Bestimmung des Unterstützungsbedarfs nicht ausreichen, nimmt diese direkten Kontakt mit den betroffenen Personen, den Beiständen oder den Betreuungspersonen auf oder führt im Bedarfsfall ein Abklärungsgespräch vor Ort durch. Sie informiert das zuständige kantonale Amt über den erhobenen Unterstützungsbedarf.

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