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Mutterschaftsentschädigung und Kinderzulagen


Mutterschaftsentschädigung

Voraussetzung für den Anspruch auf Mutterschaftsentschädigung ist, dass die Mutter im Zeitpunkt der Geburt des Kindes:

  • Arbeitnehmerin oder Selbständigerwerbende ist oder im Betrieb des Ehemannes, der Familie oder des Konkubinatspartners mitarbeitet und einen Barlohn erhält

oder

  • arbeitslos ist und ein Taggeld der Arbeitslosenversicherung bezieht oder eine ausreichende Beitragszeit für den Bezug von Arbeitslosenentschädigungen aufweist

oder

  • wegen Krankheit, Unfall oder Invalidität arbeitsunfähig ist und deswegen Taggeld­leistungen einer Sozial- oder Privatversicherung bezieht, sofern dieses Taggeld auf einem vorangegangenen Lohn berechnet wurde

oder

  • in einem gültigen Arbeitsverhältnis steht, aber keine Lohnfortzahlung oder Taggeld­leistung erhält, weil der Anspruch ausgeschöpft ist

Erfüllt die Mutter eine dieser Voraussetzungen, hat sie für die ersten 14 Wochen nach der Geburt des Kindes Anspruch auf die Mutterschaftsentschädigung. Der Anspruch beginnt am Tag der Niederkunft und endet spätestens nach 98 Tagen. Die Entschädigung für den Verdienstausfall wird als Taggeld ausgerichtet und beträgt 80% des durchschnittlichen früheren Erwerbseinkommens, jedoch höchstens 196 Franken pro Tag.

Der Antrag auf Mutterschaftsentschädigung ist bei derjenigen AHV-Ausgleichskasse geltend zu machen, bei der zuletzt Beiträge entrichtet wurden. Die Mutterschaftsentschädigung wird an den Arbeitgebenden ausbezahlt, wenn er der Mutter für die Dauer des Anspruchs Lohn bezahlt. Bei Selbständigerwerbenden, arbeitslosen oder erwerbsunfähigen Müttern wird die Mutterschaftsentschädigung direkt an diese ausbezahlt.

Weitere und detaillierte Informationen können Sie dem Merkblatt des Bundesamtes für Sozialversicherungen Mutterschaftsentschädigung (6.02) entnehmen.

Kinderzulagen

Ausgangspunkt ist, dass für ein Kind eine Zulage ausgerichtet wird. Ob ein Anspruch besteht und welche Familienausgleichskasse dann die Kinderzulagen ausrichten wird, hängt von der Klärung der Anspruchskonkurrenzen gemäss nachstehender Reihenfolge ab:

1.  der erwerbstätigen Person (Arbeitnehmende müssen aus einem oder aus mehreren Arbeitsverhältnissen ein Jahreseinkommen erzielen, das höher ist als Fr. 7'050.-, resp. Fr. 587.50 pro Monat)

2.  der Person, welche die elterliche Sorge hat oder bis zur Mündigkeit des Kindes hatte

3.  der Person, mit der das Kind überwiegend zusammen lebt oder bis zur Mündigkeit lebte

4.  der Person, auf welche die Familienzulagenordnung im Wohnsitzkanton des Kindes anwendbar ist

5.  der Person mit dem höheren Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit

6.  der Person mit dem höheren Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit

Für Nichterwerbstätige besteht nur ein Anspruch, wenn weder Ergänzungsleistungen zur AHV/IV noch eine AHV-Altersrente bezogen werden und das steuerbare Einkommen den Mindestbetrag pro Jahr von 150% der maximalen AHV-Altersrente (zur Zeit Fr. 42'300.-) nicht übersteigt.

Arbeitnehmende reichen die Anmeldung für Familienzulagen via ihren Arbeitgebenden bei dessen Familienausgleichskasse, Selbständigerwerbende bei der Familienausgleichskasse des Erwerbsort-Kantons und Nichterwerbstätige bei der Familienausgleichskasse des Wohnkantons ein.

Das Merkblatt 6.08 Familienzulagen vermittelt Ihnen weitere detaillierte Informationen.