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SVA Basel-Landschaft | Impression

Entschädigung des Erwerbsausfalls für Dienstleistende in der Rekrutenschule


Personen, welche in der Schweizer Armee oder im Zivilschutz Dienst leisten, haben Anspruch auf Entschädigung des erlittenen Verdienstausfalls (dies gilt auch für den Zivildienst, Rotkreuzdienst sowie für eidgenössische oder kantonale J&S- oder Jungschützenleiterkurse). Die Dienstleistenden erhalten bei länger dauernden Diensten periodisch, bei kürzeren Diensten am Ende des Dienstes eine EO-Anmeldung, mit welcher sie ihren Entschädigungsanspruch geltend machen.

Stehen die Dienstleistenden in einem Arbeitsverhältnis, dann leiten sie die EO-Anmeldung an ihren Arbeitgebenden weiter.

Nichterwerbstätige senden die EO-Anmeldung an die kantonale Ausgleichskasse ihres Wohnortes.

Studierende ohne Arbeitgebenden stellen die EO-Anmeldung an die Ausgleichskasse am Sitz der Lehranstalt zu.

Welche AHV-Ausgleichskasse ist zuständig?

Grundsätzlich ist die AHV-Ausgleichskasse zuständig, bei welcher die AHV/IV/EO-Beiträge abgerechnet werden.

Bei Arbeitnehmenden mit nur einem Arbeitgebenden ist dies die AHV-Ausgleichskasse dieses Arbeitgebenden.

Bei mehreren Arbeitgebenden kann die EO-Anmeldung an einen Arbeitgebenden nach Wahl weitergeleitet werden. Von den übrigen Arbeitgebenden ist lediglich die jeweilige Lohnbescheinigung einzuverlangen. Die EO-Anmeldung ist zusammen mit allen Lohnbescheinigungen an die Ausgleichskasse eines Arbeitgebenden weiterzuleiten.

 

EO-Anmeldung von ehemaligen Arbeitnehmenden?

Erhält ein Arbeitgebender die EO-Anmeldung eines ehemaligen Arbeitnehmers, dann ist er während 12 Monaten nach dem Austritt des Arbeitnehmenden verpflichtet, die EO-Anmeldung auszufüllen. Die AHV-Ausgleichskasse ist auf die Angaben früherer Arbeitgebender angewiesen, damit sie die Gesamthöhe der Entschädigung berechnen kann.

 

Wie erfolgt die Auszahlung?

Bezahlt ein Arbeitgebender während des Militärdienstes dem Dienstleistenden den Lohn weiterhin aus, hat er Anspruch auf die Entschädigung. Entsprechend führt er in der Jahresabrechnung an die AHV-Ausgleichskasse den ausbezahlten Lohn auf und entrichtet darauf die Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO/ALV). Der Arbeitgeberanteil, welcher die EO-Entschädigung betrifft, wird ihm von der AHV-Ausgleichskasse rückvergütet. Leistet der Arbeitgebende keine Lohnfortzahlung (zum Beispiel bei Studierenden mit Stundenlohn), wird die Erwerbsausfallentschädigung von der AHV-Ausgleichskasse direkt an den Dienstleistenden überwiesen. Dies ist auch bei den Nichterwerbstätigen und Studenten ohne Arbeitgeber der Fall.

Die ausbezahlte Entschädigung muss in der Steuererklärung deklariert werden.

 

Wie hoch ist die Grundentschädigung in der Rekrutenschule?

Dienstleistende beziehungsweise ihre Arbeitgebenden erhalten einheitlich CHF 62 pro Diensttag, unabhängig vom vordienstlich erzielten Erwerbseinkommen. Dies gilt auch für Durchdiener während der Grundausbildung. Demgegenüber erhalten Rekruten mit Kindern sowie Armeeangehörige in einem Wiederholungskurs eine Grundentschädigung von 80 Prozent des durchschnittlich erzielten vordienstlichen Erwerbseinkommens. Das heisst pro Tag mindestens CHF 62 und höchstens CHF 196.

Weitere Informationen können Sie dem Merkblatt "Erwerbsausfallentschädigungen" (6.01) entnehmen.

Binningen, Juli 2018