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Anspruchskonkurrenz

Für jedes Kind besteht nur Anspruch auf eine Zulage.

Erfüllen mehrere Personen die Voraussetzungen für den Bezug von Familienzulagen, richtet sich der Anspruch nach der folgenden Reihenfolge:

  • die erwerbstätige Person
  • die Person, welche die elterliche Sorge innehat oder bis zur Mündigkeit innehatte
  • bei gemeinsamer elterlicher Sorge oder wenn keine der berechtigten Personen die elterliche Sorge hat, ist in erster Linie anspruchsberechtigt, wer überwiegend mit dem Kind zusammenlebt oder bis zu seiner Mündigkeit lebte; bei Trennung oder Scheidung hat deshalb in erster Linie Anspruch, wer das Kind bei sich betreut
  • leben beide Eltern mit dem Kind zusammen, was bei verheirateten Eltern die Regel ist, so hat Vorrang, wer im Wohnsitzkanton des Kindes arbeitet
  • arbeiten beide oder arbeitet keiner der Elternteile im Wohnsitzkanton des Kindes, so bezieht die Familienzulagen, wer das höhere AHV-pflichtige Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hat. Bezieht keiner ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit, so hat Vorrang, wer das höhere Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit bezieht

Die zweitanspruchsberechtigte Person hat Anspruch auf den entsprechenden Differenzbetrag, wenn die gesetzlichen Familienzulagen in ihrem Kanton höher sind als im Kanton, in dem die Familienzulagen vorrangig ausgerichtet werden. Für Nichterwerbstätige besteht kein Anspruch auf Differenzzahlung.

Je nach Konstellation besteht ein Erst- und ein Zweitanspruch auf Kinder- und Ausbildungszulagen. Das Tool: "Familienzulagen: Erst-Anspruchsberechtigung" gibt Hinweise, wer Erstanspruchsberechtigter ist (Entscheid der zuständigen Familienausgleichskasse vorbehalten).

Im Familienzulagenregister können die Familienzulagen gesucht werden, die für ein Kind eingetragen sind.

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