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Entschädigungsarten und -höhe

Die Leistungen der Erwerbsersatzordnung setzen sich zusammen aus einer Grundentschädigung und je nach zutreffendem Fall aus Zulagen.

a) Berechnung

Sie können provisorisch ausrechnen, wie hoch die Entschädigung ist.

b) Grundentschädigung

Die Grundentschädigung erhalten alle dienstleistenden Personen unabhängig von ihrem Zivilstand und der Ausübung einer Erwerbstätigkeit.
Rekruten erhalten eine Einheitsentschädigung in der Höhe von Fr. 62.- pro Tag. Dies unabhängig davon, ob sie vor dem Einrücken erwerbstätig waren oder ob sie sich in Ausbildung befanden oder während der Rekrutenschule weiterhin ein Arbeitsverhältnis besteht. Eine Ausnahme gilt für Rekruten mit Kindern. Diese erhalten gleiche Entschädigungen wie Personen (Erwerbstätige/Nichterwerbstätige), die ihre Grundausbildung abgeschlossen haben.
Für Durchdiener gelten die gleichen Entschädigungsansätze wie für Dienstleistende, die ihren Dienst nicht am Stück absolvieren. Während der Phase der Grundausbildung sind Durchdiener entschädigungsmässig den Rekruten gleichgestellt.
Für Durchdiener-Kader bestehen andere Entschädigungsansätze. Während der Dauer der Grundausbildung sind sie in Bezug auf die Entschädigung den Rekruten gleichgestellt. Für die restlichen Diensttage beträgt die Entschädigung mindestens Fr. 91.- pro Tag.

c) Kinderzulagen

Kinderzulagen erhalten dienstleistende Personen für

  • eigene Kinder
  • Pflegekinder, die sie unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung zu sich genommen haben

Die Kinderzulage beträgt für das erste Kind 20 Franken. Sie wird für jedes Kind gewährt, welches das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat. Für Kinder in Ausbildung kann die Kinderzulage bis zum vollendeten 25. Altersjahr ausgerichtet werden. Wegen der Begrenzung der Gesamtentschädigung werden die Kinderzulagen nicht in jedem Fall voll bzw. für alle Kinder ausgerichtet.

d) Betriebszulagen

Die Betriebszulage erhalten dienstleistende Personen, welche die Kosten eines Betriebes tragen und den überwiegenden Teil ihres Einkommens aus einer selbständigen Erwerbstätigkeit erzielen als:

  • Eigentümer/-in, Pächter/-in oder Nutzniesser/-in
  • Teilhaber/-in einer Kollektivgesellschaft
  • unbeschränkt haftende(r) Teilhaber/-in einer Kommanditgesellschaft
  • Teilhaber/-in einer anderen, auf einen Erwerbszweck gerichteten Personengesamtheit ohne juristische Persönlichkeit

Die Betriebszulage wird auch an hauptberuflich mitarbeitende Familienglieder in der Landwirtschaft ausgerichtet, wenn diese bei einer ununterbrochenen Dienstleistung von mindestens 12 Tagen während mindestens 10 Tagen durch eine Aushilfe ersetzt werden, deren Barlohn im Tagesdurchschnitt mindestens Fr. 67.- erreicht.
Die Betriebszulage beträgt Fr. 67.- pro Tag.

e) Zulagen für Betreuungskosten

Zulagen für Betreuungskosten erhalten dienstleistende Personen, die mit Kindern unter 16 Jahren im gemeinsamen Haushalt leben und an mindestens zwei zusammenhängenden Tagen Dienst- beziehungsweise Kurstage absolvieren. Vergütet werden nur Mehrauslagen, die entstehen, weil die dienst- / kursleistende Person regelmässige Betreuungsaufgaben nicht selber wahrnehmen kann. Nicht vergütet werden Einkommensverluste, die bei Dritten entstehen, weil diese die Kinder während des Dienstes betreuen.
Vergütet werden die tatsächlichen Kosten ab Fr. 20.- pro Dienst- / Kursperiode, höchstens aber Fr. 67.- pro Dienst- / Kurstag.

f) Geltendmachen des Anspruchs

Dienstleistende Personen erhalten von ihrer Rechnungsführerin oder ihrem Rechnungsführer für jeden Dienst eine EO-Meldekarte über die geleisteten Dienst- beziehungsweise Kurstage.
Auf der EO-Meldekarte notieren Sie die verlangten Angaben über Ihre persönlichen Verhältnisse und leiten sie weiter:

  • als Arbeitnehmende beziehungsweise Lernende an Ihren Arbeitgebenden
  • Wenn Sie bei mehreren Arbeitgebenden erwerbstätig sind, verlangen Sie bei allen Arbeitgebenden die Lohnbescheinigungen gemäss Abschnitt C der EO-Meldekarte. Leiten Sie die Original-EO-Meldekarte zusammen mit allen Lohnbescheinigungen an die AHV-Ausgleichskasse Ihres Arbeitgebenden weiter
  • als Selbständigerwerbende oder Selbständigerwerbender an Ihre Ausgleichskasse
  • als Arbeitnehmende, die zugleich Selbständigerwerbende sind an Ihre AHV-Ausgleichskasse. Verlangen Sie vom Arbeitgebenden eine Lohnbescheinigung
  • als arbeitslose Person an Ihren letzten Arbeitgebenden. Leiten Sie die EO-Anmeldung an die kantonale AHV-Ausgleichskasse des Wohnsitzkantons unter Angabe des letzten Arbeitgebenden weiter, wenn die letzte Arbeitgeberfirma nicht mehr existiert
  • als erwerbstätige Studentin oder erwerbstätiger Student an Ihren letzten Arbeitgebenden
  • als nicht erwerbstätige Studentin oder nicht erwerbstätiger Student an die Ausgleichskasse am Sitz der Lehranstalt
  • als nichterwerbstätige Person an die kantonale AHV-Ausgleichskasse Ihres Wohnsitzkantons
  • als nichterwerbstätige Person ohne AHV-Beitragspflicht an Ihre kantonale AHV-Ausgleichskasse bzw. deren Zweigstelle an Ihrem Wohnort
  • als Auslandschweizerin oder Auslandschweizer an die Schweizerische Ausgleichskasse, Postfach 3100, 1211 Genf 2

g) Auszahlung der Entschädigung

Die Entschädigung wird der dienstleistenden Person direkt ausbezahlt. Richtet der Arbeitgebende für die Zeit des Dienstes oder des Kurses Lohn aus, wird ihm die Entschädigung ausbezahlt.

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