Entschädigung für Kinder­betreuung

Eltern, die ihre Erwerbs­tätigkeit aufgrund des Ausfalls der Fremd­betreuung ihrer Kinder nicht wahr­nehmen können und deshalb Erwerbs­einbussen erleiden, können eine Ent­schädigung beantragen.

Wenn Eltern eines oder mehrerer Kinder unter 12 Jahren einen Erwerbsausfall erleiden, weil Sie Ihre Kinder selber betreuen müssen (wenn die Kinder also nicht mehr wie üblich von Dritten betreut werden können), haben sie unter folgenden Voraussetzungen Anspruch:

  • diese obligatorisch bei der AHV versichert sind (also in der Schweiz wohnen oder in der Schweiz erwerbstätig sind); und
  • einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit nachgehen.

Der Betreuungsbedarf muss auf Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus zurückzuführen sein, z. B. die Schliessung von Schulen, Krippen, Kindergärten oder die Tatsache, dass die Betreuung nicht mehr möglich ist, weil sie von einer Person übernommen wurde, die sich auf ärztliche oder behördliche Anweisung in Quarantäne befindet. Befindet sich Ihr Kind selbst in Quarantäne, haben Sie Anspruch auf die Entschädigung, wenn Sie Ihre Erwerbstätigkeit für die Betreuung unterbrechen müssen. Ist die Betreuung jedoch weiterhin möglich, beispielsweise durch Ehegatten, LebenspartnerInnen oder andere Personen, ist eine Entschädigung nicht notwendig.

Wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihre Kinder nicht mehr in die externe Kinderbetreuung zu schicken (z.B. in die Kita), obwohl dieser Dienst weiterhin zur Verfügung steht, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung.

Da für gefährdete Personen keine besonderen Massnahmen mehr gelten, haben Sie keinen Anspruch auf die Entschädigung, wenn die Person, die üblicherweise Ihr Kind betreut, einer Risikogruppe angehört (beispielsweise Grosseltern).

Sind Sie Eltern einer oder eines Jugendlichen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung und erhalten einen Intensivpflegezuschlag der IV, haben Sie bis zum vollendeten 18. Altersjahr des Kindes Anspruch. Bei Jugendlichen in einer Sonderschule oder Institution, die geschlossen wurde, besteht der Anspruch bis zum vollendeten 20. Altersjahr. Wenn Sie hingegen keinen Intensivpflegezuschlag erhalten und Ihr Kind in einer Regelschule integrativ geschult wird, haben Sie nur bis zum 12. Altersjahr des Kindes Anspruch auf die Entschädigung.