Änderungen per 1. Januar 2021

Sie finden alle geänderten Zahlen in dieser Übersicht.

AHV/IV

Die minimale AHV/IV-Rente steigt von CHF 1'185 auf  CHF 1'195 pro Monat, die Maximalrente von CHF 2'370 auf CHF 2'390 (Beträge bei voller Beitragsdauer). 

Der Anspruch auf Betreuungsgutschriften in der AHV wird ausgeweitet, damit mehr pflegebedürftige Personen selbstständig bei sich zuhause leben können. Mit dem neuen Gesetz erhalten betreuende Angehörige diese Gutschrift auch, wenn die pflegebedürftige Person eine Hilflosenentschädigung leichten Grades bezieht. Auch Lebenspartnerinnen und Lebenspartner haben Anspruch, wenn das Paar seit mindestens fünf Jahren im gleichen Haushalt lebt.

Invalidenversicherung

Die Frist von 30 Tagen zur Anfechtung von Vorbescheiden ist neu im Bundesgesetz über die Invalidenversicherung (IVG), Art. 57a Abs. 3, geregelt. Als gesetzliche Frist ist sie nicht erstreckbar. Einwände gegen einen Vorbescheid der Invalidenversicherung haben demzufolge inklusive Antrag und Begründung immer innerhalb dieser gesetzlichen Frist zu erfolgen.

Um die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung zu verbessern, sieht das Bundesgesetz eine Anpassung bei den Anspruchsvoraussetzungen für den Intensivpflegezuschlag und der Hilflosenentschädigung der IV bei Kindern vor.

Vaterschaftsentschädigung

Väter haben ab 1. Januar 2021 die Möglichkeit, 14 Tage Vaterschaftsurlaub für den Zeitraum von 6 Monaten nach der Geburt des Kindes zu beziehen. Die Anmeldung kann erst nach Bezug der kompletten 14 Tage oder nach Ablauf der 6 Monate Rahmenfrist erfolgen. Die Höhe der Entschädigung beträgt 80% des durchschnittlichen Erwerbseinkommens vor Beginn des Entschädigungsanspruchs (höchstens aber CHF 196 pro Tag). 

AHV/IV/EO-Beiträge

Zur Finanzierung des Vaterschaftsurlaubs wird der EO-Beitragssatz ab dem 1. Januar 2021 von 0.45 auf 0.5% erhöht.

Die AHV/IV/EO-Beiträge für Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige werden angepasst. Detailliertere Angaben finden Sie im Merkblatt.

Beiträge an die Familienausgleichskasse

Die Beiträge an die kantonale Familienausgleichskasse sinken für Arbeitgebende und Selbständigerwerbende von 1.3% auf 1.25%, wobei für Selbständigerwerbende die Höchstgrenze des beitragspflichtigen Einkommens auch weiterhin bei CHF 148'200 liegt.

Der Beitragssatz der Familienzulagen für Landwirtschaft (FLG) bleibt unverändert bei 2% der beitragspflichtigen Lohnsumme.

Ergänzungsleistungen

Am 1. Januar 2021 tritt die Reform der Ergänzungsleistungen in Kraft. Die Antworten auf die wichtigsten Fragen sowie ein Merkblatt zu allen Änderungen und neuen Regelungen haben wir für Sie auf unserer EL-Reform-Spezialseite zusammengestellt.

Individuelle Prämienverbilligung

Mit der Annahme der Steuervorlage 17 am 24. November 2019 wurde eine schrittweise Erhöhung der monatlichen kantonalen Richtprämien bis 2022 definiert. Ab dem 1. Januar 2021 erhöhen sich die monatlichen Richtprämien pro Kategorie um CHF 10 auf:

  • CHF 260 für Erwachsene
  • CHF 235 für junge Erwachsene
  • CHF 125 für Kinder