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Hinterlassenenrente

Witwen, Witwer und Waisen haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Hinterlassenenrenten.

Damit eine Person Anspruch auf eine Hinterlassenenrente hat, müssen der verstorbenen Person mindestens während eines vollen Beitragsjahres Beiträge angerechnet werden können. Ein volles Beitragsjahr liegt vor, wenn die verstorbene Person:

  • während eines Jahres Beiträge geleistet hat oder
  • versichert war und deren Ehepartner mindestens während eines Jahres den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat oder
  • Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerechnet werden können

a) Beginn und Ende des Anspruchs

Der Anspruch auf eine Hinterlassenenrente entsteht am ersten Tag des dem Tode des (geschiedenen) Ehegatten oder des Elternteils folgenden Monats.
Der Anspruch auf eine Hinterlassenenrente endet am Ende des Monats, in dem die Voraussetzungen wegfallen. Mit der Wiederverheiratung erlischt die Witwen- oder Witwerrente; die Waisenrenten laufen dagegen weiter.

b) Berechnungsgrundlagen

Die Berechnungselemente der Hinterlassenenrente sind die anrechenbaren Beitragsjahre und die Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs- und Betreuungsgutschriften der verstorbenen Person.
Hat die verstorbene Person beim Tod das 45. Altersjahr noch nicht erreicht, wird der Durchschnitt der Erwerbseinkommen um einen vom Alter abhängigen prozentualen Zuschlag («Karrierezuschlag») erhöht.
Anspruch auf eine Vollrente (Rentenskala 44) besteht, wenn die verstorbene Person ab dem 1. Januar nach dem 20. Altersjahr bis zum Tod eine volle Beitragsdauer aufweist.

c) Zusammenfallen von Rentenansprüchen

Werden gleichzeitig die Voraussetzungen für eine Hinterlassenenrente und für eine Alters oder Invalidenrente erfüllt, wird die höhere Rente ausgerichtet.

d) Rentenvorausberechnung

Eine Rentenvorausberechnung gibt Auskunft über die voraussichtlich zu erwartenden Renten der AHV/IV. Sie zeigt auf, mit welchen Rentenbeträgen bei der Pensionierung, einer Invalidität oder im Todesfall für die Angehörigen gerechnet werden kann.
Für die Vorausberechnung sind die gegenwärtigen persönlichen Verhältnisse (Zivilstand, Familienzusammensetzung, etc.) und das heute geltende Recht massgebend. Ändern sich die persönlichen Verhältnisse oder das geltende Recht, kann dies den Rentenanspruch und die Rentenhöhe wesentlich beeinflussen.

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