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Flexibles Rentenalter

Im Rahmen des flexiblen Rentenalters können Frauen und Männer den Bezug der Altersrente um ein Jahr oder zwei Jahre vorziehen oder um mindestens ein Jahr und maximal fünf Jahre aufschieben.

a) Vorbezug der Altersrente

Wer seine Altersrente vorbezieht, erhält für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine gekürzte Rente:

  • ein Jahr Vorbezug:    6.8% Kürzung
  • zwei Jahre Vorbezug:    13.6% Kürzung

Während der Dauer des Vorbezugs besteht kein Anspruch auf Kinderrenten.

b) Aufschub der Altersrente

Wer seine Altersrente aufschiebt, erhält für die Dauer des gesamten Rentenbezugs eine erhöhte Rente. Mit dem Aufschub wird auch der Anspruch auf Kinderrenten aufgeschoben.
Bei verheirateten Personen hat jeder Ehepartner unabhängig vom anderen die Möglichkeit, die Rente aufzuschieben.
Mit dem Rentenaufschub erhöht sich die „ordentliche“ Rente um einen monatlichen Zuschlag von 5.2% (Aufschub ein Jahr) bis zu 31.5% (Aufschub fünf Jahre).

Aufschuberklärung:
Der Aufschub muss innerhalb eines Jahres seit Beginn der ordentlichen Rentenberechtigung angemeldet werden (Anmeldeformular für eine Altersrente). Die Ausgleichskasse bestätigt den Empfang. Erfolgt die Meldung verspätet, so wird die Altersrente nach den allgemeinen Bestimmungen ohne Zuschlag berechnet und ausbezahlt.
Abruf der Altersrente:
Während des Aufschubs kann die Rente nach freier Wahl abgerufen, das heisst, bezogen werden. Die aufgeschobene Rente wird ab jenem Monat ausbezahlt, der dem Abruf folgt, sofern nicht ausdrücklich ein späterer Auszahlungstermin verlangt wird.

Die Rente gilt als abgerufen, sobald:

  • eine Hilflosenentschädigung ausbezahlt wird
  • die höchstmögliche Aufschubdauer von 5 Jahren abgelaufen ist
  • die berechtigte Person stirbt

Ausschluss vom Aufschub einer Rente:
Der Aufschub der Rente ist nicht möglich, wenn

  • die berechtigte Person bisher schon eine Invalidenrente bezogen hat
  • zur Altersrente eine Hilflosenentschädigung gewährt wird

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